Joghurt-Vollkorn-Brot mit Sonnenblumenkernen

In meinem ersten Beitrag in meinem Blog möchte ich ein Brot vorstellen, das sicherlich keinen Preis gewinnen wird. Ich hänge trotzdem an ihm, da es mein erstes Brot ist, dass ich vor vielen vielen Jahren selbst gemacht habe. Das Rezept hat sich im Laufe der Zeit natürlich verändert, da ich es nie schriftlich hatte.
Ich denke es zeigt aber, dass jeder mit wenig Küchenausrüstung ein leckeres Brot selber machen kann.

IMG_2833-Brot

In der Küche braucht man: Einen Backofen, einen kleinen Topf, eine Schüssel, eine Waage, einen Kochlöffel, einen Teelöffel, einen Esslöffel und eine Tasse.

Zutaten:

Brotgrundrezept:

  • 200g Weißes Mehl
  • 350g Weizenmehl Vollkorn
  • 250g Joghurt (selbstgemacht oder gekauft, eher flüssig keinen “griechischen”.)
  • 1 TL Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
  • 10g Salz
  • 1 Priese Zucker
  • 1 EL Öl (Was einem schmeckt. Z.B. Kürbiskernöl)

Für die “Füllung”:

  • 50g Ölsaat wie z.B. Sonnenblumenkerne oder Leinsamen
  • 40g kochendes Wasser.

 

So habe ich es gemacht:

Das Quellstück:

Ein paar Stunden vor dem eigentlichen Teig habe ich in einer Tasse 50g Sonnenblumenkerne mit ca. 40g kochendem Wasser übergossen (sodass sie knapp bedeckt sind) und abgedeckt in die Ecke gestellt. Dann können sie schon etwas Wasser ziehen und machen das nicht später im Brot.

IMG_2821-Quellstück

Wer keine Kerne mag, kann es ganz weglassen. Wem es zu lange dauert, kann die Kerne auch uneingeweicht verwenden, oder kurz vor der Teigvorbereitung einweichen. Das hilft auch schon etwas.

Der Teig:

Ich habe den Joghurt (bei mir war er selbstgemacht) und die Milch in einem Topf leicht erwärmt, sodass sie sich am Finger gut anfühlt (das ist dann leicht über Körpertemperatur). Dann habe ich den Topf vom Herd genommen und die Hefe und einen (wirklich) kleine Priese Zucker untergerührt. 10 Minuten Essenspause  für die Hefe.

IMG_2823-HefeMilchJoghurt

Während die Hefe im Milch-/Joghurtgemisch ihr Unwesen treibt, habe ich schon mal das Mehl und Salz abgewogen und in einer großen Schüssel mit den Händen grob vermischt. Nach der Pause habe ich den Hefejoghurt und das Öl dazu geschüttet und so lange mit einem Kochlöffel umgerührt und geknetet, bis alles gut vermischt und kein loses Mehl mehr da war. Weitere 10 Minuten Pause (Die Schüssel habe ich dabei mit einem Teller zugedeckt).

Nach der Pause geht es ans Kneten. Das würde zwar auch mit meiner Küchenmaschine gehen, aber die hatte ich damals als junger Student auch nicht. Also für ca. 10 Minuten wird der Teig auf der Arbeitsfläche geknetet. Hierzu packe ich den Teig normalerweise mit beiden Händen an einer Seite, ziehe ihn auseinander und falte ihn wieder zusammen. Dabei kreise ich in 90°-Schritten um den Teig (oder der Teig dreht sich in 90°-Schritten beim zusammenfalten).

Als der Teig gut durchgeknetet war, habe ich ihn platt gedrückt und die Saaten (ohne das Restwasser)  darauf verteilt, zusammengefaltet und nochmal so lange (oder eher kurz) geknetet, bis die Saaten gut verteilt waren.

Nun musste der Teig für 60 Minuten in die Schüssel zurück. (Wieder mit Teller als Deckel).

IMG_2826-TeigVorGareIMG_2828-TeigNachGare

Ist er gut aufgegangen, wird er zu einem Brot geformt und auf ein Backblech (eingeölt oder mit Backpapier oder Dauerbackfolie) gesetzt, muss er wieder für 30 bis 45 Minuten zugedeckt warten, bis er aufgegangen ist. Hierbei den Ofen auf 250°C aufheizen.

IMG_2830-TeiglingEingeschnitten

Das Brot kommt bei 250°C auf unterster Schiene in den Ofen. Ich habe das Brot vorher noch eigeschnitten, sodass es beim Aufgehen “Sollbruchstellen” gibt. und noch etwas Dampf im Ofen produziert, damit die Kruste beim Aufgehen nicht  schon fest wird. Das macht das Brot luftiger. Nach 10 Minuten habe ich den Ofen auf 200°C zurückgedreht und den Dampf abgelassen.

Backdauer insgesamt: 45 Minuten.

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Auch wenn ich normalerweise lieber Brote mit Sauerteig backe und esse: Es schmeckt mir sehr gut!.

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