Küchenutensilien

Im Laufe der Zeit werde ich diese Seite noch ausbauen.

Ich finde es jedoch erstaunlich, mit wie wenigen Dingen man schon sehr gutes Brot backen kann. Unerlässlich finde ich das Folgende:

  • Backofen mit Backblech  – Ich habe einen ganz einfachen, der vor 15 Jahren “kostenlos” (also zum Preis des Küchenkastens der sonst an der Stelle stünde) bei der Küche dabei war.
  • große Schüssel  -  Zum Teiganrühren, als Ersatz für einen Gärkorb, …
  • Waage  -  Es ist erstaunlich, wie stark man sich beim Mehl und Wasser verschätzen kann. Mehl hat auch je nach Lagerung ein anderes Volumen.
  • großer Löffel (z.B. Kochlöffel) und mehrere kleine (z.B. Teelöffel).
  • Küchentuch  - am besten soll Leinen sein, da dort der Teig nicht anklebt. Ich bin aber bisher auch mit einem eingemehlten Baumwolltuch zurecht gekommen.
  • Tasse  – Alternativ: kleine Schüsseln. Zum verrühren von Flüssigkeiten, Quellstücken, … Tassen bzw. Kaffeebecher haben den Vorteil hitzestabil zu sein. Damit kann man auch z.B. kochendes Wasser aufschütten.
  • Kurzzeitwecker  - Ist einfach praktischer als ein normaler Wecker. Beim bloßen auf die Uhr schauen ist mir schon zu viel verbrannt. Ich verwende sogar meist zwei Kurzzeitwecker gleichzeitig.
  • Marmeladenglas für den Sauerteig  -  am Anfang reicht Hefe/Germ, wenn eine aber estmal das Brotbackfieber gepackt hat…
  • Brotmesser  -  Ich will das Brot ja auch essen
  • Scharfes Messer  -  Zum Einschneiden des Teiglings bevor er in den Ofen kommt. Ich verwende dafür eine Rasierklinge auf einem Stab oder ein Skalpell. Gut eignet sich jedoch auch mein Tomatenmesser.

 

Sinnvoll finde ich zusätzlich noch:

  • Eine Küchenmaschine  -  Nimmt einem sehr viel Arbeit ab. Zwischendurch arbeite ich aber immer wieder nur mit den Händen. Roggenteige muss man eh nur mischen, nicht kneten; bei Weizenteigen kann man gut durch Auseinanderziehen und Falten (Strech&Fold) die Teigstabilität entwickeln. Dies geht besonders gut, wenn man dem Teig lange Ruhephasen gönnt. Da Brotbacken ein Hobby ist und ich nicht im Akkord hunderte Brote produzieren muss, die pünktlich um 6 Uhr hinter der Ladentheke sein müssen, sind Ruhezeiten eh sehr willkommen.
  • Ein Brotbackstein  -  Jeder Pizzastein geht. Ich habe mir für unter 3 € Granitfliesen aus dem Baumarkt geholt. Häufig gibt es sogar Musterstücke oder Reststücke gratis. Ein normaler Haushaltsofen kann gar nicht so viel Hitze speichern. Wenn dann ein großes Brot in den Ofen kommt, kann es sein, dass zu wenig Unterhitze vorhanden ist. Gute Unterhitze bewirkt, dass das Brot von unten/innen aufgeht, bevor oben die Kruste hart wird und das Innere gefangen hält. Der Nachteil: Mein Ofen braucht 45 Minuten länger zum aufwärmen.
  • Teigkarte Kostet nur ein paar cent. Es gibt nichts besseres als eine weiche Teigkarte um Schüsseln leer zu bekommen und nichts besseres als eine harte um Teig von sich selbst oder von der Arbeitsfläche zu trennen.
  • Eine Kastenform -  z.B. aus Edelstahl. Beschichtete Aluminiumformen können vom Sauerteig angegriffen werden. Sehr feuchtes (Roggen-)Brot würde flach laufen, wenn es freigeschoben gebacken würde.
  • Gärkörbe  -  Für den Anfang reichen auch Schüssel oder Seiher mit Leintuch. Gärkörbe sind jedoch deutlich angenehmer um das Brot darin gehen zu lassen. Vor dem Backen stürzt man das Brot dann auf ein Blech oder den Stein. Mir gefallen die spiralförmigen Mehlspuren, die dadurch auf der späteren Kruste entstehen, besonders gut.
  • Einen kleinen Bräter oder ähnliches mit Edelstahlschrauben/Nägeln – zur Dampferzeugung. Ich wärme ihn schon im Vorhinein auf. Wenn das Brot in den Ofen kommt, schütte ich einen Becher kochendes Wasser darüber. Durch die große Oberfläche der Schrauben und Nägel wird gleich sehr viel Dampf erzeugt. Die üblichen Tips wie die “Tasse mit Wasser” im Ofen oder das Einsprühen der Ofenwände und des -bodens mit Wasser haben bei mir entweder nicht genügend Dampf erzeugt oder zu einem Scheppern des Bodenbleches geführt.
  • Große Topflappen/Handschuhe mit Silikon - Besonders wenn allmählich die Routine einsetzt und ich anfange schneller zu arbeiten komme ich gerne (oder eher ungerne) mit den Unterarmen an den Backofenrand oder heiße Bleche. Heißer Dampf kommt schon mal durch Häkeltücher durch; durch Silikon nicht.
  • Backofenthermometer – Wenn man immer nach eigenen Rezepten vorgeht oder die Brote so werden wie im Rezept angegeben braucht man es nicht. Wenn sie einem jedoch zu dunkel oder hell vorkommen oder deutlich länger oder kürzer brauchen als angegeben, dann kann man damit gut überprüfen, ob das Eingebaute Thermometer richtige Werte liefert. Auch ist es manchmal gut zu wissen.
  • Einstichthermometer  -  Es sollte schnell reagieren. Solche gibt es schon ab 10€. Zum Experimentieren finde ich es super. Man kann man damit testen, ab wann das Brot durchgebacken ist. Das würde zwar häufig auch mit einem Holzstäbchen funktionieren, mit Thermometer kann man aber z.B. abschätzen wie lange es noch ca. dauern wird. Die Holzstäbchenmethode funktioniert auch bei sehr feuchten Kastenbroten nicht, da dort immer noch etwas hängenbleibt, solange das Brot warm ist. Auch für Experimente mit der Sauerteigführung ist so ein Thermometer hilfreich.
  • Sprühflasche  -  Zum Benetzen von Broten, neuen Gärkörbchen, … Manche verwenden ihn auch zum Dampferzeugen, ich jedoch nicht mehr. Ich verwende einen 2-Liter-Handdrucksprüher. Bei unter 5 Euro leiste ich mir den Luxus einen nur für die Küche zu haben. Dann ist er garantiert frei von Brennnesseljauche für den Garten.

 

Was braucht man sonst noch so unbedingt zum Brotbacken? Bitte als Kommentar schreiben.

Hinterlasse eine Antwort